Freitag, 21. Oktober 2016

Die Zukunft der Windenergie in Mecklenburg-Vorpommern - Eine gebremste Erfolgsgeschichte


Die Energiewende ist für uns kein Fremdwort mehr, doch hat sie in den Köpfen der Menschen massiv an Bedeutung verloren. Das zeigen die letzten Umfragen, die nunmehr andere Themen als relevant bezeichnen. Die Umwelt- und Energiepolitik muss sich gegenüber Flüchtlingswellen und wiederaufflammenden Ost-West-Konflikten behaupten. Doch die Geschichte hat gezeigt, dass Menschen wichtige Themen wahrnehmen, wenn diese eine Bedrohungslage empfinden.

Erfolgsgeschichten haben eine ganz individuelle Geschichte. Teil dieser ist gleichwohl auch eine gewisse Selbstzuschreibung eines Erfolges. Für die Landesregierung in Mecklenburg-Vorpommern ist, im Bezug zur Entwicklung und politischen Steuerung der Windenergiebranche, jedoch vielmehr von einer kritischen Selbstüberschätzung zu reden, die die Bürger im Land nicht immer teilen und sich andere Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung wünschen.

Kleines Land ganz mutig

Uruguay könnte zum Musterland einer alternativen Drogenpolitik werden. Ab diesem Jahr kann dort ganz legal Marihuana in registrierten Apotheken erworben werden.

Der weltweite Kampf für eine drogenfreie Welt gilt als gescheitert
Lateinamerika gilt als der unsicherste Kontinent der Welt. Die gefährlichsten Städte außerhalb von Kriegsgebieten liegen in Brasilien, Venezuela, Mexiko und in El Salvador. Die Unsicherheit und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Gesundheits- und Sozialsysteme werden als eines der Entwicklungshemmnisse des Kontinentes gesehen. Vor allem Drogenkriminalität und Korruption sind Gründe für die Unsicherheit, die längst über die Armenviertel hinausgewachsen ist.

Dienstag, 7. Juni 2016

Was passiert mit Schottland, wenn der Brexit 2016 eintritt?

In wenigen Wochen, besser gesagt am 23. Juni 2016, wird es sich zeigen ob Großbritannien in der Europäischen Union bleibt oder nicht. Wie wird der Landesteil Schottland, das als proeuropäisch gilt, darauf reagieren, im Falle des sogenannten „Brexit“? Könnte es zu einem neuen Unabhängigkeitsreferendum Schottlands kommen, wenn das Vereinigte Königreich einen Brexit bevorzugt?

Der Countdown läuft, am 23. Juni 2016 werden die Briten über ihr EU-Referendum abstimmen, ob sie weiterhin in der Europäischen Union bleiben oder ob es in Zukunft eine Europäische Union ohne Großbritannien geben wird. Laut aktuellen Umfragen des Instituts Opinium für die britische Zeitung „Observer“ heißt es, dass es zur Zeit 44 Prozent der Briten den Verbleib in der EU befürworten und 40 Prozent dagegen sind. Die Prognose ist düster, sagt der britische Finanzminister George Osborne: „Will Großbritannien diese hausgemachte Rezession?“ 

Montag, 31. August 2015

Die Parlamentswahlen im Oktober 2015 in Kanada

Im Oktober dieses Jahres haben die Kanadier die Möglichkeit bei den 42. Unterhauswahlen ihrem Land eine neue politische Ausrichtung zu geben. Innenpolitische und außenpolitische Veränderungen lassen einen Politikwechsel vermuten. Welche Entscheidungen die Bürger fällen werden, bleibt jedoch offen.

Kanada – der zweitgrößte Flächenstaat der Erde – ein Staat im Schatten der Vereinigten Staaten von Amerika, rückt im Oktober 2015 in das Licht der Öffentlichkeit und sowohl von innerhalb als auch von außerhalb wird die politische Entscheidung des kanadischen Volkes mit großem Interesse verfolgt. Mit seinen 3,5 Einwohnern pro km2 ist Kanada keineswegs mit der BRD (226,9 Einwohner pro km2) zu vergleichen und überzeugt somit vor allem mit seinen natürlichen Weiten.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Brexit 2016, ein Interview mit Paul Brannen und Judith Kirton-Darling

Gibt es bald eine Europäische Union ohne Großbritannien? Frühestens 2016, jedoch spätestens für 2017 ist ein Referendum geplant, welches über den Verbleib der Briten in der EU entscheiden soll. Michel Boldt, Mitglied der Politikum-Redaktion, sprach am im Februar mit zwei englischen Europaabgeordneten über diese, und andere Herausforderungen.

Die Beziehung zwischen Großbritannien und der Europäischen Union ist seit eh und je keine einfache. Aktuelle Umfragen zeigen, dass ein Großteil der britischen Bevölkerung die Mitgliedschaft in der Europäischen Union als negativ wahrnimmt bzw. diese vollständig ablehnt. Schon vor der vergangenen Unterhauswahl am 07.05.2015 kündigte die Conservative Party für 2017 ein Referendum an, das über die Teilhabe und Teilnahme am Projekt Europa entscheiden soll. Wider Erwarten hat die Conservative Party die Wahl mit einer absoluten Mehrheit gewonnen und wird nun die nächsten fünf Jahre mit David Cameron ihrer Spitze von Westminster aus regieren, sodass das Referendum, und somit auch die Möglichkeit des Austritts Großbritanniens (zumindest Englands) in greifbare Nähe rückt.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Der neue EU-Ratspräsident – ein Zeichen für ein starkes Polen in Europa

Seit dem 1. Dezember 2014 ist Donald Tusk neuer EU-Ratspräsident. Er löste den Belgier Hermann von Rompuy ab, der das Amt seit 2009 innehatte. Die Wahl von Tusk ist ein starkes Zeichen: Mit dem Polen besetzt zum ersten Mal ein Osteuropäer das Amt des Ratspräsidenten.

Es ist eine Wahl, die die Polen stolz macht. So, wie sie einst stolz auf ihren polnischen Papst Johannes Paul II waren, so sind sie jetzt stolz auf Donald Tusk. Seine Berufung als Ratspräsident bringt Polen nicht nur mehr in die Mitte Europas, es ist auch ein Symbol für die Akzeptanz und die Entwicklung in unserem östlichen Nachbarland. Polen wird Verantwortung und Vertrauen geschenkt – etwas, auf das das Volk lange warten musste. 


Samstag, 20. Dezember 2014

Buchrezension: Instructions for british Servicemen in Germany 1944 / Leitfaden für britische Soldaten in Deutschland 1944

Was für deutsche Soldaten in der Bundeswehr heute zu Pflichtstunden in Vorbereitung auf einen bewaffneten Kampfeinsatz in den Verbänden der KFOR oder ISAF dient, war für die britischen Truppen auf ihrem Weg in den Kampf gegen Nazideutschland im Jahr 1944 schriftlich festgelegt worden. Von einer wissenschaftlichen Analyse der Deutschen ist man dabei jedoch weit entfernt.

Als der Verleger Helge Malchow zu Besuch bei einem seiner Autoren war, fiel ihm ein kleines bordeauxrotes Hardcover-Büchlein, in einem jedoch desolaten Zustand in die Hände. Es war die Originalausgabe des damaligen Leitfadens für britische Soldaten in Deutschland 1944, welcher die Soldaten des British Empires auf das bevorstehende Leben als Teil einer Besatzungsmacht in Mitteleuropa vorbereiten sollte.