Dienstag, 26. September 2017

Eine komplizierte Nachbarschaft: aktuelle Herausforderungen in den deutsch-polnischen Beziehungen

Die deutsch-polnischen Beziehungen stehen aktuell vor schwierigen Zeiten. Seit Ende Juli fordern Mitglieder der polnischen Regierung wiederholt, Deutschland müsse Reparationszahlungen für den Zweiten Weltkrieg an Polen leisten. Polens Außenminister Witold Waszczykowski nannte dafür zuletzt die Summe von 840 Milliarden Euro. Laut einer von der polnischen Regierung in Auftrag gegebenen Umfrage sollen mittlerweile 61 Prozent der Polen solch eine Forderung unterstützen. Doch wie konnte es zu dieser drastischen Verschlechterung in den Beziehungen zwischen den beiden Staaten kommen?

Montag, 28. August 2017

Die Kims haben "gewonnen"!

Das Kim-Regime in Pjöngjang versteht sich darin die Fäden der Macht zusammen zu halten und wird die internationale Gemeinschaft wahrscheinlich noch einige Jahre beschäftigen. Die Sanktionen werden von China unterlaufen und tragen nicht zur Emanzipation der nordkoreanischen Gesellschaft bei. Hoffnungsschimmer könnte eine wirtschaftliche Entwicklung des Landes und damit eine Emanzipation der Gesellschaft sein.

Möchte man Nordkorea wissenschaftlich untersuchen trifft man auf eine große Schwierigkeit: Theorien benötigen sichere Informationen um verifiziert oder falsifiziert werden zu können.

Donnerstag, 20. Juli 2017

Kenias langsamer Weg in eine moderne Zukunft

Das Land im Osten Afrikas, mit Landgrenzen zu Uganda, dem Südsudan, Äthiopien, Somalia und Tansania, hat bis heute unter der britischen Kolonialherrschaft zu leiden. Doch langsam entwickelt sich der Staat am Indischen Ozean zu einem wirtschaftlichen Vorreiter auf dem afrikanischen Kontinent.

Im Jahr 2009 war es so weit, das Bruttoinlandsprodukt in Kenia hatte einen neuen Höchststand erreicht. Es stieg zwischen 2001 und 2009 kontinuierlich von 1,1 auf 5,5 Prozent.

Dienstag, 4. Juli 2017

Nordirland - die Rolle im Vereinigten Königreich nach den Regionalwahlen

Das kleinste Land des Vereinigten Königreichs, Nordirland, hat seit Jahrzehnten große Erfahrungen bezüglich Bürgerkrieg und Anschlägen sammeln müssen, vor deren Hintergrund diverse Wahlen stattfanden. Seit Jahrzehnten dominiert die protestantische, probritische Democratic Unionist Party (DUP) als stärkste Kraft in Nordirland. Die zweitstärkste Partei ist die katholisch-republikanische Sinn Féin Partei. Sie gilt als rechter Arm der Irish Republican Army (IRA). Am 02. März 2017 wählten die Nordiren ein neues Regionalparlament. 

Die Wahlen zur „Northern Ireland Assembly“ finden in der Regel immer alle fünf Jahre im Modus einer übertragenen Einzelstimmgebung statt.

Dienstag, 27. Juni 2017

Südkorea hat gewählt

Die Wahl eines neuen Staatspräsidenten in der Republik Korea (Südkorea) vom 09. Mai 2017 hat vieles verändert – unter anderem auch die Außenpolitik, so scheint es zumindest. Von manchen wird mit der Wahl von Moon Jae-in von der sozialliberalen Minju-Partei als Nachfolger der aufgrund eines Korruptionsskandals abgesetzten Präsidentin Park Geun-hye von der konservativen Saenuri-Partei der momentane Wandel in der südkoreanischen Außenpolitik erklärt. Dabei stellt sich die Frage ob der Kurswechsel ausschließlich auf die Präsidentschaftswahlen zurückzuführen ist.

Sicherlich muss man beim Blick auf das politische System Südkoreas feststellen, dass die Außenpolitik des Landes durch den Präsidenten und den Außenminister gestaltet wird. 

Sonntag, 4. Juni 2017

Theresa Mays Snap Election - geschickter Schachzug oder großer Fehler?

Als Premierministerin Theresa May Mitte April Neuwahlen für das Vereinigte Königreich ankündigte, sah alles nach einem deutlichen Sieg für ihre Konservative Partei aus. Doch wenige Tage vor der Wahl ist der tatsächliche Ausgang unklar. Hat May sich verkalkuliert?

Nach dem Brexit-Schock im letzten Jahr räumte David Cameron den Posten als Vorsitzender der konservativen Tories ebenso wie jenen als Premierminister von Großbritannien und Nordirland. Zu groß schien seine persönliche Verantwortung für das Ergebnis, die Europäische Union zu verlassen, war es doch überhaupt erst möglich geworden durch seine Zustimmung zu einem bindenden Referendum.

Freitag, 12. Mai 2017

Zucker - Energielieferant oder Gift für den Körper?

Schätzungen zufolge isst jeder Deutsche rund 36 Kilo Zucker pro Jahr, was das Risiko eines kranken Körpers enorm steigert. Daher rät die Weltgesundheitsorganisation dringend zu einer Reduzierung des Zuckerkonsums. Allerdings sieht die Lebensmittelindustrie beim Thema Zucker keinen Handlungsbedarf, ja bestreitet sogar die Gefahren des beliebten Süßungsmittels. Hier gilt: Je höher der Zuckerkonsum des Verbrauchers, desto besser ist das für die Industrie. Oder anders gesagt, je kranker der Verbraucher, desto gesünder die Industrie? 

Jeden Tag produziert die Lebensmittelindustrie ein Überangebot an Nahrungsmitteln, welche an den Verbraucher verkauft werden müssen.

Montag, 1. Mai 2017

Wahlkampf an der Waterkant

Am kommenden Sonntag dürfen rund 2,3 Millionen Menschen, darunter erstmals auch 16-Jährige, einen neuen Landtag in Schleswig-Holstein wählen und darüber bestimmen, ob der amtierende Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) eine weitere Legislatur im Landeshaus in Kiel regieren darf. Sein Herausforderer von der CDU, Daniel Günther, hat auch eine knappe Woche vor der Wahl noch mit schlechten Umfragewerten zu kämpfen, die seine Partei wieder einmal selbst verschuldet hat…

Montag, 24. April 2017

Bitte überholen sie Links!

Seit Martin Schulz seine Kanzlerkandidatur für die SPD bekannt gab, stiegen die Umfragewerte der Sozialdemokraten in Bereiche, die Machtoptionen jenseits einer Großen Koalition ermöglichen könnten. Dabei positioniert sich Schulz vorerst links und trifft dabei einen vernachlässigten Nerv.

Als eine seiner ersten programmatischen Ansagen will Martin Schulz Änderungen an der Agenda 2010 vornehmen.

Sonntag, 9. April 2017

Duverges (drittes) Gesetz - eine unumstößliche Tatsache?

1951 formulierte Maurice Duverger eine Hypothese, welche bis heute als Common Sense bezüglich des Zusammenhangs zwischen Wahl- und Parteiensystemen gilt: „Die einfache Mehrheitswahl führt zu einem Zweiparteiensystem […]“.
Im Folgenden soll zunächst eine Einführung in die Logik dieser Hypothese gegeben werden, um anschließend am Fall Großbritannien eine Validitätsprüfung vorzunehmen.

Das klassische Beispiel für ein Mehrheitswahlrecht in Einerwahlkreisen stellt Großbritannien dar. Um die 649 Sitze des Unterhauses (House of Commons) zu vergeben, wird das Land in ebenso viele Wahlbezirke aufgeteilt. Jeder Wahlkreis erhält demzufolge ein Mandat.