Donnerstag, 26. Januar 2017

Rezension: House of Cards

Politik, Intrigen, Verstrickungen, Hass, Macht – Wie manche Menschen versuchen die Notaufnahme von „Emergency Room“ auf die Realität zu übertragen, so stelle ich mir die Politikwelt aus „House of Cards“ im wirklichen Leben vor.


„Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“  Wenn in einer TV-Serie Politik auf Journalismus trifft, sollte doch der Geschmack von jedem Politikumleser und jeder Leserin getroffen werden. Seit 2013 ist diese Wunschvorstellung in Form von „House of Cards“ Realität geworden. 

Kevin Spacey demonstriert in bester Manier den Kongressabgeordneten Frank Underwood, der geschickt mit Charme und Intrigen den Politikzirkus in Washington D.C. präsentiert. In der ersten Staffel mit insgesamt 13 Folgen zeigt Francis in je knapp 50 Minuten, dass im politischen Geschehen wirklich jede Hand die andere wäscht. Nachdem er nach den letzten Wahlen nicht die angestrebte Position als Außerminister erlangen konnte, wendet er das Blatt und beginnt sein ganz eigenes Spiel als Mehrheitsführer der Demokraten im Abgeordnetenhaus. Frank weiß die Kraft der Medien genausten einzusetzen und nutzt die junge Journalistin Zoey Barns, um sein Puzzle zu vervollständigen. Dabei durchbricht er nicht nur die vierte Wand, sondern schafft ein Bild, das nur langsam Konturen annehmen will.

Text_Michèle Fischer