Freitag, 19. Dezember 2014

StuR(a)heit und der ganz normale Wahnsinn

Der StudentINNENrat

Für alle, die noch nie was davon gehört haben: Alter Leute, informiert euch doch bitte mal!
Der StuRa ist das Parlament der Studierendenschaft, das heißt er entscheidet über den Haushalt der Studierendenschaft und schimpft sich selbst meinungsbildendes Organ. Spaß macht es natürlich in diesem Land nur, wenn alles irgendwelchen Ordnungen unterliegt. Deshalb muss auch der StuRa sich an rechtliche Rahmenbedingungen des Bundes, des Landes, der Uni und zu guter Letzt seiner selbst halten. Jedes Jahr im Sommer wird der StuRa gewählt, zusammen mit anderen hochschulpolitischen Gremien (das sind diese bunten Umschläge, die ihr zugesandt bekommt). Jede Fakultät darf ihre VertreterInnen wählen. Die Wahlbeteiligung in diesem Jahr lag bei nicht ganz 10 Prozent. In der Wahlperiode 2014/15 sind von 55 möglichen Mitgliedern 25 Stühlchen besetzt. Man trifft sich jeden 2. Mittwoch um 19 Uhr in der Ulmenstraße. Gäste sind natürlich immer herzlich willkommen!

Die Stars des StuRas:

Das Präsidium, dieses Jahr bestehend aus Christian Lüth und Tom Lüth, die übrigens nicht verwandt sind, wählt der StuRa in seiner ersten Sitzung. Es ist für die Vorbereitung, Nachbereitung und Leitung der Sitzungen verantwortlich. Zudem wird eine wöchentliche Sprechstunde angeboten, bei der die beiden Herren sicher gern erklären, was sie den ganzen Tag so treiben. Christian ist in seiner zweiten Amtsperiode und ist für die Gremienarbeit wie gemeißelt. Als Good Governance-Student beschäftigt er sich schließlich leidenschaftlich gern mit Ordnungen, Regelungen und Satzungen.

StuRa-Mitglieder:

Ihre Lieblingsbeschäftigungen während der Sitzungen bestehen aus Essen, Pöbeln, Anträge zur Geschäftsordnung stellen, eine Aktion, die durch das Heben beider Hände erfolgt, was beim Essen schon mal schwierig werden kann, und natürlich Abstimmen.

AStA

Von den 13 AStA-ReferentInnen sind meistens die Hälfte auf den StuRa-Sitzungen anwesend, wobei es einige ständige Mitglieder gibt und einige, die vorbeischauen, wenn sie Zeit haben und ihnen etwas wichtig erscheint.
Wichtiger für sie ist jedoch die allwöchentliche AStA-Sitzung, die meistens Dienstag um 19 Uhr im AStA-Sitzungssaal in der Parkstraße 6 stattfindet. Dort wird zusammengetragen, was in der Woche passiert ist und welche Veranstaltungen in nächster Zeit geplant sind und viele andere wichtige Belange der Studierendenschaft. Auch hier dürft ihr einfach mal vorbeischauen. Der AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss) wird vom StuRa gewählt. Alle BewerberInnen müssen sich am Anfang einer Amtsperiode den StuRa-Mitgliedern vorstellen und Fragen beantworten. Die Wahl erfolgt natürlich geheim. Neben den öffentlichen Sitzungen und wöchentlichen Sprechstunden der ReferentInnen kümmern sie sich um laufende Geschäfte. Die Exekutive der Studierendenschaft setzt sich in vielen verschiedenen Bereichen für uns ein, unter anderem in der politischen Bildung, der Interessenvertretung gegenüber der Öffentlichkeit und uniinternen VertreterInnen. Des Weiteren arbeiten die ReferentInnen in den Gebieten Kultur, Soziales, Umwelt, Internationales und Referaten, die sich darum kümmern, dass alles, zum Beispiel Finanzen und Geschäftsführung, läuft.

heuler

Der heuler ist das Studierendenmagazin der Universität Rostock, das von der Studierendenschaft, durch den AStA repräsentiert, herausgegeben wird. Der arme Chefredakteur dieses Magazins sitzt bei jeder StuRa-Sitzung in der letzten Reihe und sorgt dafür, dass alle, die nicht anwesend sein können auch mit den StuRa-News versorgt sind. Der Live-Ticker ist über nationale Grenzen hin bekannt und wird, so munkelt man, auch von LandtagspräsidentInnen und anderen hochangesehenen Menschen gelesen. Zudem beschreibt er die Stimmung im Raum und ist sich auch so manchem Witz nicht zu schade.

Der „ganz normale“ Ablauf einer StuRa-Sitzung

Jedes StuRa-Mitglied unterschreibt auf der Anwesenheitsliste, holt sich Namensschildchen und Stimmkarten ab und setzt sich. Christian oder Tom begrüßen alle, stellen die Beschlussfähigkeit fest und die Tagesordnung wird besprochen und beschlossen. Zu den Formalia gehört außerdem die Entscheidung, welche der besprochen Themen öffentlich, hochschulöffentlich oder unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt werden sollen. Jetzt geht’s richtig los! Jede Sitzung variiert. Ob Haushaltslesung, Wahlen oder Anträge, die sich mit einer großen Vielfalt von Themen beschäftigen können, zum Beispiel „Rettung des Volkstheaters“, einer Distanzierung von Burschenschaften oder der kürzlich beschlossenen Urabstimmung zum Semesterticket, sowie Beschluss einer Vollversammlung, beispielsweise im Falle einer Bildungsdemonstration. Eine Debatte im StuRa ist unter allen Umständen gesichert.  Zum Schluss wird noch über die Monatsberichte der AStA-ReferentInnen gesprochen und über Geschehnisse der hochschulpolitischen Gremien wie Konzil, Senat, Senatskommissionen etc. Der finale Moment ist erreicht, wenn der Wortführer den Punkt Sonstiges einleitet, bei dem selten etwas gesagt wird und die meisten schon ihre Jacken an und Mützen auf haben. Auch im neuen Jahr wird es garantiert wieder spannend! Kommt vorbei!

Text_Katharina Heise